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Armut und Alltag: Leben im Wiener Großarmen- und Invalidenhaus

Aktivität: Vortrag › Vortrag auf sonstiger Veranstaltung (Science-to-Professionals/Public)

Beschreibung

Als das Wiener Großarmenhaus 1693 gegründet wurde, stellte es eine Zäsur in der Armenpolitik der Habsburger Residenzstadt dar: Weg von der Bettelerlaubnis für eine eingeschränkte Gruppe, hin zur Zentralisierung der Armenfürsorge. Das Haus war somit ein integraler Bestandteil des Wiener Armenwesens in der Frühen Neuzeit und war als zentraler Ort für die ‚würdigen‘ Armen konzipiert – jene Personen, die aufgrund von Alter oder Krankheit nicht mehr arbeitsfähig waren. Sein konkretes Funktionieren und das Leben der Insass*innen bilden jedoch – vor allem aufgrund der fragmentarischen Quellenlage – bis heute eine Leerstelle in der Forschung. Insbesondere über die Beziehungen zwischen dem Armenhaus und dem im gleichen Gebäudekomplex befindlichen Invalidenhaus wissen wir kaum etwas. Der Vortrag versucht diese Lücke zu füllen, und nähert sich der Rolle des Wiener Großarmen- und Invalidenhauses im Kontext der Habsburgischen Armen- und Invalidenpolitik an. Im Zentrum stehen dabei zum einen die konkreten Lebensbedingungen der Armen. Zum anderen geht der Vortrag der Frage nach, wer den Obrigkeiten als unterstützungswürdig galt, und in welchem Verhältnis die Aushandlung dieser Unterscheidung in der Praxis zu der normativen Kategorisierung in ‚würdige‘ und ‚unwürdige‘ Armen stand.
Zeitraum22 Jan. 2026
Funktion beiVerein für Geschichte der Stadt Wien, Österreich
BekanntheitsgradLokal

Österreichische Systematik der Wissenschaftszweige (ÖFOS)

  • 601016 Österreichische Geschichte

Schlagwörter

  • Armenhaus
  • Frühe Neuzeit
  • Stadtgeschichte
  • Sozialgeschichte
  • Armutspolitik