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Diversitätsmanagement im Arbeitsleben: Policy-Entwicklung und Inklusion

Aktivität: Vortrag › Wissenschaftlicher Vortrag (Science-to-Science)

Beschreibung

Wie inklusiv sind flexible Arbeitsmodelle wirklich? New Work gilt als Versprechen für mehr Freiheit, bessere Vereinbarkeit und moderne Organisationskultur. Doch die Umsetzung in der Praxis zeigt: Dieselben Flexibilisierungsangebote wirken auf unterschiedliche Mitarbeitende sehr verschieden und können sowohl Teilhabe fördern als auch neue Barrieren schaffen. In ihrem Gastvortrag gibt Dipl. Kffr. Dr.in Anett Hermann, Universitätsassistentin am Institut für Gender und Diversität in Organisationen der WU und Lehrende im Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie, Einblicke in die Entwicklung einer Policy für mobiles Arbeiten und zeigt, wie dabei ganz konkret Inklusions- und Exklusionsprozesse entstehen. Die Diversitäts-Expertin gibt ebenso Einblick in ihre Forschungsarbeit: Anhand problemzentrierter Interviews und einer quantitativen Befragung wurden verschiedene Flexibilisierungsmodelle – von individuellen Vereinbarungen bis zu organisationsweiten Regelungen – untersucht und deren Wirkung auf Mitarbeitende sichtbar gemacht.
Die Ergebnisse zeigen deutlich: Mobiles Arbeiten kann Autonomie und Vereinbarkeit – insbesondere für Mitarbeitende mit Care-Aufgaben oder gesundheitlichen Einschränkungen – stärken. Es kann aber gleichzeitig Unsichtbarkeit, Überlastung oder Teamkonflikte begünstigen. Besonders der Verlust an Sichtbarkeit hat weitreichende Effekte, beispielsweise auf Karrierechancen oder den Zugang zu Führungspositionen.
Der Vortrag zeigt, dass Inklusion im Kontext von New Work kein Automatismus, sondern ein fortlaufender organisationaler Aushandlungsprozess ist. Teilnehmende erhalten Impulse, wie Arbeitsflexibilisierung so gestaltet werden kann, dass sie unterschiedliche Lebenslagen berücksichtigt und echte Teilhabe ermöglicht.
Schwerpunkte des Vortrags
• New Work & Diversität: Welche Chancen und Risiken flexible Arbeitsformen für unterschiedliche Mitarbeitendengruppen mit sich bringen.
• Organisationale Dynamiken erkennen: Wie Inklusion und Exklusion im Prozess der Policy-Entwicklung sichtbar werden und welche Faktoren sie beeinflussen.
• Flexibilisierungsmodelle im Vergleich: Individuell ausgehandelte Lösungen vs. organisationsweite Regeln: Was wirkt wie und für wen?
• Erfahrungswelten der Mitarbeitenden: Autonomie, Vereinbarkeit, Gesundheit, Teamstrukturen und Sichtbarkeit im Arbeitsalltag.
• Inklusive Arbeitsmodelle gestalten: Was Organisationen berücksichtigen müssen, um Flexibilisierung fair, förderlich und nachhaltig umzusetzen.
Zeitraum19 Jan. 2026
Funktion beiFerdinand Porsche Fernfachhochschule GmbH, Österreich
BekanntheitsgradRegional

Österreichische Systematik der Wissenschaftszweige (ÖFOS)

  • 504031 Diversitätsforschung
  • 502026 Personalmanagement

Schlagwörter

  • Inklusion
  • Flexibilisierung
  • Mobiles Arbeiten
  • policy