Komische Artefaktinszenierung als Schlüssel für organisationalen Wandel

  • Helga Gartner (Ko-Autor*in)
  • Thomas Köllen (Ko-Autor*in)
  • Heike Mensi-Klarbach (Ko-Autor*in)

Aktivität: VortragWissenschaftlicher Vortrag (Science-to-Science)

Beschreibung

Die komische Artefaktinszenierung wird in unserem Beitrag als ein innovatives Instrument des Diversity Management vorgeschlagen bzw. hergeleitet, um organisationalen Wandel im Sinne der Schaffung eines betrieblichen Inklusionsklimas anzustoßen. In Unternehmen gibt es eine Vielzahl an Ausschließungsmechanismen, welche entlang aller Diversity Dimensionen wirken und dazu führen, dass bestehende Hierarchisierungen innerhalb der jeweiligen Ausprägungen der Dimensionen zementiert werden. Unser Beitrag legt seinen Schwerpunkt auf organisationale Vorgänge, welche die Dimensionen Geschlecht und Sexualität betreffen, wobei die Hierarchisierungen innerhalb dieser Kategorien entlang der konkreten Ausprägungen Mann und Frau, bzw. heterosexuell und homosexuell im Vordergrund stehen (Kirchmeyer, 2002). Die bestehenden Ausschließungsmechanismen bewirken zum einen, dass Frauen der Zugang zu höheren betrieblichen Hierarchieebenen erschwert wird, und zum anderen, dass bestimmte aufgabenbezogene Unternehmensbereiche für Männer bzw. Frauen nur schwer zugänglich sind (Gmür, 2004; Lyness & Heilman, 2006). Im Bezug auf die sexuelle Orientierung führen diese Mechanismen dazu, dass Schwule und Lesben mit zunehmender Hierarchieebene ihre Sexualität innerhalb des Betriebes verschleiern müssen, bzw. dass im Unternehmen offen lebende Schwule und Lesben tendenziell in für diese adäquat stereotypisierten Bereichen arbeiten (Housc, 2004; Maas, 1999). Somit führen diese Ausschließungsmechanismen innerhalb von Unternehmen tendenziell zu einer horizontalen und vertikalen Segregation von Frauen und Männern bzw. von Heterosexuellen oder verdeckt mit ihrer Sexualität umgehenden Homosexuellen und offen lebenden Homosexuellen.
Zeitraum28 Mai 200930 Mai 2009
Ereignistitel3. Fachtagung der "Gender and Diversity Management Studies in Österreich, Deutschland und der Schweiz"
VeranstaltungstypKeine Angaben
BekanntheitsgradInternational

Österreichische Systematik der Wissenschaftszweige (ÖFOS)

  • 502052 Betriebswirtschaftslehre