Die Kreditwürdigkeit von Unternehmen in Hinblick auf die WWU - Wien im österreichischen Vergleich (Fortsetzung)

  • Koller, Wolfgang (Projektleitung)

Projektdetails

Beschreibung

Durch die Europäische Integration, insbesondere die Einführung der WWU ergeben sich für Österreichs Unternehmen vor allem in zweierlei Hinsicht große Veränderungen. Zum einen haben sie durch ein niedrigeres Zinsniveau, liquidere Kapitalmärkte und neue Finanzierungsformen geringere Fremdfinanzierungskosten. Zum anderen nimmt in vielen Branchen spürbar der Wettbewerbsdruck zu. Im Rahmen des vorliegenden Forschungsprojekts wird versucht, diese Effekte theoretisch zu erschließen und empirisch zu messen.


Die Ergebnisse sind für die Wirtschaftspolitik und für die Optimierung der Kreditvergabe durch die Banken relevant. Theoretischer Ausgangspunkt der Untersuchung ist der Begriff der Kreditwürdigkeit. Kreditwürdigkeit eines Unternehmens ist nach unserer Definition dann gegeben, wenn seine abgezinsten zukünftigen Cash-Flows seinen gegenwärtigen Schuldenstand übersteigen. Wir übertragen diesen Begriff auf Branchenebene und verwenden ihn, um mit Hilfe der Daten der Bilanzdatenbank des IfG Branchenindikatoren der Kreditwürdigkeit zu berechnen. In einer ökonometrischen Analyse versuchen wir, die Kreditwürdigkeitsindikatoren durch Zinsniveau, Konjunktur, Wettbewerbsdruck und Auswirkungen der Europäischen Integration zu erklären. Parallel dazu nehmen wir eine ähnliche Untersuchung vor, um die Insolvenzenzahlen durch

die genannten Faktoren zu erklären. Die Untersuchungen sollen nach Branchen und Größenklassen differenziert durchgeführt werden. Zusätzlich soll durch regionale Differenzierung die besondere Situation Wiens herausgearbeitet werden.

Geldgeber*innen

Wirtschaftsuniversitätspreis der Wirtschaftskammer Wien
StatusAbgeschlossen
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/07/0031/12/00

Österreichische Systematik der Wissenschaftszweige (ÖFOS)

  • 506004 Europäische Integration