Formulierung eines Projektantrags für das Projekt "Die Dynamik von Grenzen und Identitäten in Wirtschaftsdiskursen Mittel- und Osteuropas"

  • Rathmayr, Renate (Projektleitung)
  • Bister, Anita (Forscher*in)
  • Hoffmann, Edgar (Forscher*in)

    Projektdetails

    Geldgeber*innen

    Bank Austria Creditanstalt

    WU Wien (Drittmittelverwaltung)

    Beschreibung

    Ausgangspunkt für dieses Projekt ist das Ende der Teilung Europas in „Ost“ und „West“. Unbestrittener Motor der gegenwärtigen europäischen Einigungsprozesse wie weltweiter Globalisierungsprozesse ist die Wirtschaft. Gleichzeitig gehen diese politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen mit dem Infragestellen von kollektiven Identitäten, die auf Nationalstaaten und auf geopolitischen Konzepten aus der Zeit des Kalten Krieges beruhen, einher und machen einen Prozess der Neudefinition von Identitäten erforderlich.
    Das Projekt richtet seinen Fokus auf Mittel- und Osteuropa, da es im Zentrum der bezeichneten Entwicklungen steht. Ausgehend von der Prämisse, dass die Wirtschaft keine nationalstaatlichen Grenzen kennt und eine Schlüsselrolle im Überwinden von Grenzen spielt, setzt sich das Projekt zum Ziel zu untersuchen, welche kollektiven Identitäten in Wirtschaftsdiskursen Mittel- und Osteuropas konstruiert werden und an welche (fließenden) Grenzen Zugehörigkeitsgefühle stoßen.
    Zur Untersuchung der Wirtschaftsdiskurse Mittel- und Osteuropas wurden vier Länder ausgewählt, die durch eine unterschiedliche Geschichte und ihre unterschiedliche gegenwärtige wirtschaftspolitische Stellung innerhalb Europas gekennzeichnet sind. Es sind dies Österreich als EU-Mitglied, Tschechien als baldiges EU-Mitglied, Kroatien als Beitrittswerber und Russland als Staat, für den sich die Frage eines EU-Beitritts (zur Zeit) nicht stellt.
    Mittels der Methode der Diskursanalyse sollen wirtschaftliche Fachzeitschriften dieser Länder unter dem Aspekt analysiert werden, welche Identitäten und Bedeutungen sich darin manifestieren. Auf Grundlage der vier Länderstudien werden in einem weiteren Forschungsschritt Ähnlichkeiten und Unterschiede bei den Prozessen des “Selfing” und “Othering” herausgearbeitet werden.
    StatusAbgeschlossen
    Tatsächlicher Beginn/ -es Ende16/03/0315/06/03

    Österreichische Systematik der Wissenschaftszweige (ÖFOS)

    • 509
    • 605004 Kulturwissenschaft
    • 602047 Slawistik
    • 602048 Soziolinguistik