Schweizerischer Nationalfonds
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
FWF
Mit der Transformation moderner Industriegesellschaften sind auch die Geschlechterverhältnisse in Bewegung geraten. Das Forschungsprojekt beschäftigt sich mit dem Spannungsverhältnis von Beharrung und Veränderung der Geschlechterverhältnisse. Daran anknüpfend wird in diesem Forschungsprojekt ein weiterer Schritt zur Entschlüsselung des komplexen, wechselseitigen und widersprüchlichen Zusammenhangs von ¿Organisation, Geschlecht und Gesellschaft¿ unternommen und aufgezeigt, welche Rolle die Organisation in der gesellschaftlichen Re- und Neukonstituierung von Geschlechterdifferenzierungen spielt. Dies ist auch vor dem Hintergrund gesetzlicher Regulierungen zu sehen, wie die Antidiskriminierungsrichtlinie der EU, die neben Geschlecht auch Kategorien wie Herkunft, Behinderung, Religion oder Alter erfasst. Ein Beobachtungs- und Analyseinstrumentarium soll entwickelt werden, um innerbetriebliche Verarbeitungsformen und Transformationen gesellschaftlicher Erwartungen zu erfassen. Ziel ist es, auf der Basis einer Mehrebenenanalyse und einem Mix aus qualitativen und quantitativen Methoden ausgewählte Organisationstypen entlang der Dimensionen (formale) Hierarchie und Geschlechterdifferenz in Deutschland, Österreich und der Schweiz einer vergleichenden Analyse zu unterziehen und Wandlungsprozesse der Geschlechterverhältnisse in Organisationen zu identifizieren.