Geschlecht-Arbeit-Organisation. Zur sozialen Konstruktion von Zugangsbarrieren

    Projektdetails

    Beschreibung

    Im Mittelpunkt steht die Frage nach geeigneten theoretischen Konzepten, die sowohl die neuen Chancen für Frauen in betrieblichen Führungspositionen anerkennen, als auch neue Risiken sichtbar machen, die wegen der Informalisierung betrieblicher Einstiegs- und Aufstiegsbarrieren weniger augenfällg sind als ihre historischen Vorläufer. Der Zwang zur laufenden Rationalisierung und die modernen organisatorischen Flexibilisierungs- und Verschlankungsmaßnahmen bedeuten auch für die Managementebenen zunehmende Unsicherheit, bezüglich der Beschäftigungs- ebenso wie der Karriereaussichten. In dieser Situation nimmt die Statuskonkurrenz im Management zu, Geschlechterkonflikte werden (wieder) virulent. Dennoch entsteht keine durchgängige 'Front' zwischen den Genus-Gruppen. Innerhalb der Gruppen entstehen neue Differenzierungen: allgemein erhalten Frauen, wenn sie über die erforderlichen Qualifikationen verfügen, zeitlich flexibel und geographisch mobil sind, neue Integrationschancen. Männliche Führungskräfte bleiben indessen, insbesondere im Falle eingeschränkter betrieblicher Verfügbarkeit, nicht von Personaleinsparungen und Statusrisiken verschont. Zudem entwickeln junge männliche Führungskräfte unter bestimmten Bedingungen ein Verhalten 'reflexiver Karrierebeschränkung', das bislang kennzeichnend für den weiblichen Lebenszusammenhang war. Damit tragen sie zur Entwicklung neuer Gleichheiten und Ungleichheiten ebenso bei, wie es aufstiegswillige und anpassungsbereite Frauen tun.
    Theoriediskussion und -entwicklung; arbeitssoziologische Geschlechterforschung, feministische Theorie und Bourdieusche Sozialtheorie
    StatusAbgeschlossen
    Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/10/9730/12/03

    Österreichische Systematik der Wissenschaftszweige (ÖFOS)

    • 504001 Allgemeine Soziologie
    • 506009 Organisationstheorie
    • 504
    • 504002 Arbeitssoziologie