Lernprozesse im interkulturellen Training. Eine wissenssoziologische Untersuchung zur Emergenz eines konstruktivistischen Denkens

  • Weber, Andreas (Projektleitung)

    Projektdetails

    Beschreibung

    In diesem Projekt, das im Kontext einer soziologischen Untersuchung zur Verstehensproblematik in den Wirtschaftswissenschaften und ihrer aktuellen Verarbeitung in Theorie und Praxis steht, wird es darum gehen, die kognitive Dimension interkulturellen Lernens im interkulturellen Training zu untersuchen. Im Zentrum des Erkenntnisinteresses wird die Frage nach der Emergenz eines konstruktivistischen Verständnisses kultureller Eigenschaften stehen. Der Wechsel von einem präkonstruktivistischen in ein konstruktivistisches Denken, der inzwischen in den Sozialwissenschaften vollzogen und in allen Disziplinen als erkenntnistheoretisch notwendig akzeptiert worden ist, kann auf der methodologischen Grundlage der historisch-genetischen Theorie systematisch rekonstruiert werden. Methodologisch ist die historisch-genetische Theorie deshalb auch in der Lage, die Theorien interkulturellen Lernens zu integrieren und die Strukturlogik interkulturellen Lernens, insbesondere die Emergenz eines konstruktivistisch begründeten Welt- und Selbstverständnisses, empirisch zu untersuchen.
    Zu diesem Zweck sollen ungefähr zehn Interviews mit studentischen Subjekten der Wirtschaftswissenschaften, die an einem interkulturellen Training hier an der WU teilgenommen haben, durchgeführt werden. In den Interviews wird es darum gehen, anhand konkreter Fragestellungen herauszuarbeiten, ob die Probanden zu einer konstruktivistischen Reflexion von kulturellen Eigenschaften und kultureller Identität in der Lage sind – denn genau um die Generierung dieser kognitiven Kompetenz geht es in den interkulturellen Trainings.
    StatusAbgeschlossen
    Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/04/0530/07/05