Sozioökonomische Auswirkungen von Konzessionen auf natürliche Ressourcen in Liberia

Projektdetails

Beschreibung

Für Entwicklungsländer gibt es bestenfalls gemischte Belege dafür, dass ausländische Direktinvestitionen (FDI) in natürliche Ressourcen zu Wirtschaftswachstum führen. Dieses Projekt, das sich auf Daten aus Liberia stützt, legt nahe, dass Regierungen eine neue Strategie anwenden können, um die Wirkung ausländischer Direktinvestitionen in ihrem Land zu erhöhen. Unter der vorherigen Regierung erlaubte der liberianische Staat einer großen Zahl ausländischer Investoren, in die natürlichen Ressourcen des Landes zu investieren, allerdings unter der Bedingung, dass diese Unternehmen dazu beitrugen, öffentliche Güter wie Straßen, Kraftwerke und Gesundheitszentren für die betroffenen Gemeinden bereitzustellen. In diesem Projekt nutzten die Forscher Daten, die zu einzelnen Investitionen in natürliche Ressourcen (oder "Konzessionen" der Regierung) erhoben wurden, und glichen diese mit Satellitendaten über die nächtliche Lichtentwicklung in der Umgebung der jeweiligen Konzession ab, um die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum abzuschätzen. Die Forscher fanden heraus, dass das lokale Wirtschaftswachstum davon abhing, wer die Investitionen tätigte und in welchen Wirtschaftszweig diese Investitionen gingen. Bergbaukonzessionen führten tendenziell zu einem höheren lokalen Wachstum, während dies bei land- und forstwirtschaftlichen Konzessionen nicht der Fall war. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass für Investoren im Bergbau höhere Anforderungen an die Bereitstellung öffentlicher Güter gestellt wurden, da dieser Sektor langfristig viel rentabler ist als die Land- oder Forstwirtschaft. Dieser Ansatz, von ausländischen Investoren die Bereitstellung öffentlicher Güter zu verlangen, löst potenziell ein Catch-22-Problem: Um Investitionen anzuziehen, werden öffentliche Güter benötigt, die nur mit den Steuereinnahmen aus den Konzessionen finanziert werden können, d. h. nachdem die Investitionen getätigt wurden.

Geldgeber*innen

International Growth Centre
StatusAbgeschlossen
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/11/1631/08/18

Projektpartner*innen

Schlagwörter

  • politische ökonomie