Zusammenhalt von Bürger/inne/n in der Corona-Krise

Projektdetails

Beschreibung

Die Analyse der Selbstpositionierung von Bürger/inne/n im Staat und der Quellen prosozialen Verhaltens sind der Schlüssel zu einem vertieften Verständnis des sozialen Zusammenhalts von Gesellschaften. Die aktuelle Pandemie-Krise stellt in all ihrer Tragik ein einmaliges Quasi-Experiment dar, mit dem gesellschaftliche Veränderungen in Krisensituationen erforscht und Lehren für die zukünftige Bewältigung solcher Krisen gezogen werden können. Dieses Projekt greift auf bereits vorliegende Datensätze aus der Zeit vor der Krise zurück, insbesondere eine repräsentative Stichprobe von 1.200 Österreicher/inne/n aus dem Frühjahr 2019. Mit dem Projekt kann im Frühjahr 2020 mitten in der aktuellen Krisensituation bei derselben Zielgruppe eine erneute Erhebung durchgeführt werden. Die Bürger/innen werden hierbei zu ihrer wahrgenommenen Rolle in der Gesellschaft befragt. Basierend auf einer visuellen Reflexionsaufgabe (Vogel & Willems, 2020) sollen sie darüber reflektieren, was sie für andere tun, und was andere für sie tun. Aufbauend auf der Theorie des psychologischen Vertrages werden diese Antworten in Bezug auf die Bevölkerungsdemographie und die Motivation am öffentlichen Dienst analysiert, um prosoziale Einstellungen und gemeinsames mitbürgerliches Verhalten zu verstehen. Ein Vergleich der Datensätze aus der Vorkrisenzeit mit jenem aus der Krise wird praktische und theoretische Erkenntnisse darüber liefern, inwiefern schwere Krisen die Wahrnehmung der eigenen Rolle in der Gesellschaft verändern und welche Auswirkungen sie auf das prosoziale Verhalten von Bürger/inne/n haben.

Geldgeber*innen

Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF)
StatusAbgeschlossen
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende17/04/2030/11/20

Schlagwörter

  • crisis
  • behavior
  • Psychological Contract Theory
  • Corona
  • citizenship
  • COVID-19
  • prosocial