An einem Strang? Unterschiedliche Perspektiven innerhalb der krisengeschüttelten österreichischen Printmedien

Christian Bauer, Alexander Gotter, Lukas Leitner

Publikation: Working/Discussion PaperWU Working Paper

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Abstract

Die Auflagenzahlen sinken, Redaktionen werden verkleinert, etablierte Zeitungen stellen ihr Erscheinen ein. Durch die digitalen Medien verändert sich die Nachfrage nach Printmedien. In Verbindung mit den strukturellen Gegebenheiten im Sektor und den Besonderheiten von Information als ökonomischem Gut erwächst daraus eine Erwartungsunsicherheit der Organisationen, die sich insbesondere darauf bezieht, wie mit ihren Produkten unter neuen Voraussetzungen Geld zu erwirtschaften ist. Diese Unsicherheit, im Wesentlichen als "Printmedienkrise" zusammenzufassen, setzt die Medienorganisation unter Handlungsdruck. Wie sehen die JournalistInnen nun diese Situation, wie die für Management und Distribution zuständigen Personen und welche Schlüsse werden daraus gezogen? In den qualitativen Interviews mit VertreterInnen verschiedener Medienunternehmen zeigte sich: Neue Geschäftsmodelle werden zwar diskutiert, aber es wird abwartend auf ein best-practice-Modell gehofft. Lediglich mit organisationsstrukturellen Veränderungen wird versucht, auf die neuen Herausforderungen zu reagieren, woraus sich wiederum alte Konfliktmuster revitalisieren. Auf individueller Ebene spiegelt sich dies durch wahrgenommene Beschleunigung, Komplexitätssteigerung und Entgrenzung der Arbeit wider. (authors' abstract)
OriginalspracheDeutsch (Österreich)
ErscheinungsortVienna
HerausgeberWU Vienna University of Economics and Business
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2016

Publikationsreihe

NameSchriftenreihe / Forschungsbereich Wirtschaft und Kultur
Nr.18

WU Working Paper Reihe

  • Schriftenreihe / Forschungsbereich Wirtschaft und Kultur

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