Die Familienverfassung: Strukturierung der Beziehung zwischen Familie und Unternehmen.

    Publikation: Beitrag in Buch/KonferenzbandBeitrag in Sammelwerk

    Abstract

    Dieses Fallbeispiel soll zeigen, dass die Familienverfassung als Family Governance Maßnahme zur Stabilisierung eines Unternehmens beitragen kann. Bei der Fallanalyse wurden die Gründe für die Implementierung, der Implementierungsprozess, die Inhalte und die Wirkungen der Familienverfassung in Augenschein genommen.

    Die Analyse erfolgte auf Basis zweier hermeneutischer Interpretationsverfahren: Ein Interview mit dem Geschäftsführer und Miteigentümer des Familienunternehmens wurde zuerst mit der Methode der Feinstrukturanalyse und anschließend mit der der Systemanalyse untersucht, um latente Sinnstrukturen aufzudecken.

    Die Ergebnisse zeigen, dass das Unternehmen eine Präventionsstrategie verfolgt, um Problemen des emotionalen Auseinanderdriftens der Familienmitglieder und der Diversität der Einzelinteressen zu begegnen. Zu diesem Zweck wurde eine Familienverfassung implementiert. Die Festlegung gemeinsam definierter Werte und Spielregeln in der Verfassung zielte darauf ab, die Identifikation mit dem Unternehmen zu stärken und Rechte, Pflichten und Erwartungen zu explizieren. Dadurch wurde sichergestellt, dass jeder einzelne, sowohl in der Position als Familienmitglied als auch in der als Gesellschafter, seinen Platz im Gefüge von Familie und Unternehmen hat und die Stabilität der Familienstruktur als Rückgrat des Familienunternehmens gewährleistet bleibt.
    OriginalspracheDeutsch (Österreich)
    Titel des SammelwerksZukunftssicherung für Familienunternehmen. Good Practice Fallanalysen zur Family Governance
    Herausgeber*innen Manfred Lueger, Hermann Frank
    ErscheinungsortWien
    VerlagWU Universitätsverlag/Facultas
    Seiten93 - 115
    ISBN (Print)978-3-7089-1314-8
    PublikationsstatusVeröffentlicht - 2015

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