Neue demographische Szenarien zur Zukunft der Evangelischen Kirche in Österreich

Wolfgang Lutz, K. Fliegenschnee, A. Goujon

Publikation: Wissenschaftliche FachzeitschriftOriginalbeitrag in FachzeitschriftForschung

Abstract

Die Mitgliederzahl und Struktur der Evangelischen Kirche A.B. und H.B. in Österreich haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. 1971 war die Evangelische Kirche noch die zweitgrößte Kategorie in der Religionsstatistik (nach der röm.-kath.Kirche), 1981 wurde die Evangelische Kirche bereits von der Gruppe ohne religiöses Bekenntnis überholt. Österreichweit liegen die Evangelischen auch heute noch an dritter Stelle, obwohl die Zahl der Muslime nicht mehr viel geringer ist. Was bringen die nächsten Jahrzehnte für die Entwicklung der Kirchenmitgliedschaft? Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Zahl der Kirchenmitglieder weiter abnehmen und ihre Altersstruktur deutlich älter werden. Durch die Tatsache, dass in Österreich derzeit über 80 Prozent aller Evangelischen einen nichtevangelischen Partner heiraten, kommt der Frage nach dem Religionsbekenntnis der Kinder aus diesen Partnerschaften eine ganz zentrale Rolle für die Zukunft der Evangelischen Kirche in Österreich zu.
In dieser kleinen demographischen Studie wurden Zahlen aus den Volkszählungen von 1971 bis 2001 analysiert, sowie die Entwicklung der Einund Austritte, Taufen und Beerdigungen in den letzten Jahrzehnten betrachtet. Schließlich wurden alternative Szenarien zur Zahl und Altersstruktur der Evangelischen AB in Österreich bis zum Jahr 2031 berechnet.
OriginalspracheDeutsch (Österreich)
Seiten (von - bis)172 - 182
FachzeitschriftAmt und Gemeinde
Ausgabenummer9/10
PublikationsstatusVeröffentlicht - 1 Nov. 2004

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