Perspektiven zur Reduktion des Erdölverbrauchs im österreichischen Straßenverkehr

Axel Sonntag

Publikation: Andere PublikationenSonstige wissenschaftliche Veröffentlichung

Abstract

Jeder Augenblick unseres Lebens ist von Energie bestimmt. Wie sehr unser Lebensstil und die damit verbundenen Gewohnheiten von stetiger Energiezufuhr abhängig sind, wurde vielen Europäer/inne/n (vielleicht erstmals seit den Ölpreisschocks des vergangenen Jahrhunderts) zum Jahreswechsel 2005/06 klar, als sich der Gaskonflikt zwischen Russland und der Ukraine seinem Höhepunkt zuspitzte. Diese Auseinandersetzung verdeutlichte, wie wichtig eine stabile Energieversorgung
nicht nur für Einzelpersonen oder Unternehmen, sondern gleichsam für alle Teile der Bevölkerung, also
die gesamte Gesellschaft und Volkswirtschaft ist.
Daher ist es insbesondere wichtig, die Verbrauchsreduktion jenes fossilen Energieträgers zu verfolgen, dessen Verfügbarkeit und Preisentwicklung die Weltwirtschaft maßgeblich bestimmt, nämlich Erdöl.
Aufgrund seiner dominante Rolle in der globalen Energiepolitik, die auch enormes Konfliktpotential in sich
birgt, ist es in Zukunft entscheidend, sich mit den realistischen Potentialen einer Verbrauchsreduktion auseinander zu setzen. Zugleich zählt der Verkehrssektor seit Jahren zu den am stärksten wachsenden
Wirtschaftsbereichen. Da dieser wie kein anderer vom Energieträger Erdöl abhängig ist, liegt es nahe, in
diesem Bereich konkrete Handlungsalternativen aufzuzeigen.
Zur Analyse der Wirksamkeit umweltpolitischer teuerungsinstrumente, wie die Einführung einer Ökosteuer, PKW Road Pricing und die massive Erhöhung der Forschungsausgaben im Bereich der
Effizienzsteigerung bestehender und der Erschließung zukünftiger Verkehrstechnologien, wurde das
OILiT Modell (kurz für: Oil in Transport) entwickelt.
Die Ergebnisse machen deutlich, dass es nur unter massiven politischen Anstrengungen möglich ist, die
Abhängigkeit von Erdölimporten merklich zu reduzieren, sodass ein nachhaltiger Entwicklungspfad des
Energieverbrauchs, auch in Hinblick auf die damit einhergehenden CO2 Emissionen und des anthropogenen Treibhauseffekts, eingeschlagen werden kann.
OriginalspracheDeutsch (Österreich)
MediumSAFRAN - Schlaininger Arbeitspapiere für Friedensforschung, Abrüstung und nachhaltige Entwicklung
PublikationsstatusVeröffentlicht - 1 Juli 2008

Österreichische Systematik der Wissenschaftszweige (ÖFOS)

  • 502046 Volkswirtschaftspolitik
  • 502042 Umweltökonomie

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