Studie zu den Kosten einer sozialversicherungspflichtigen Entlohnung von Menschen mit Behinderungen in Tages- und Beschäftigungsstrukturen („Lohn statt Taschengeld“)

Selma Sprajcer, Christian Grünhaus, Benedikt Nutzinger

Publikation: Buch, Herausgeberschaft, BerichtForschungsbericht/Gutachten

Abstract

Die Gegenüberstellung des Ist- und Alternativ-Systems zeigt, dass die Einführung eines Lohnes bei Menschen mit Behinderungen in Tages- und Beschäftigungsstrukturen trotz des Wegfalls einiger Einkommensersatzleistungen insgesamt zu einem Anstieg des Einkommens führt. Dabei wird im Zeitraum von 2021 bis 2075 ein Einkommensplus von rund 10,3 Mrd. Euro erzielt. Die Sozialversicherung steigt mit rund 11,5 Mrd. Euro für den Zeitraum von 2021 bis 2075 sehr positiv aus. Ebenfalls positiv würde sich eine Systemumstellung auf den Bund auswirken, wenn auch nur minimal sowie unter der Voraussetzung, dass der Bund nicht einen Teil oder die gesamte Entlohnung für die Personen in Tages- und Beschäftigungsstrukturen übernimmt. Der aktuellen Kompetenzverteilung in der österreichischen Bundesverfassung zufolge hätten die Bundesländer die erhöhten Ausgaben für die Entlohnung der Menschen mit Behinderungen in den Tages- und Beschäftigungsstrukturen zu übernehmen. Dementsprechend würden sie bei der Systemumstellung als einziger Stakeholder negativ aussteigen. Insgesamt würde sich für die Länder ein Minus von rund 22,1 Mrd. Euro für den Zeitraum von 2021 bis ergeben.
OriginalspracheDeutsch
VerlagWU Wien
Seitenumfang128
PublikationsstatusVeröffentlicht - 12 Dez. 2023

Österreichische Systematik der Wissenschaftszweige (ÖFOS)

  • 509012 Sozialpolitik

Schlagwörter

  • Menschen mit Behinderung
  • Arbeitsmarkt
  • Sozialpolitik

Zitat