Abstract
Das Pflegegeld in Österreich ist eine Leistung, die steuerfinanziert unabhängig vom Vermögen oder Einkommen einer Person gewährt wird, sobald ein gewisser Pflegebedarf vorhanden ist. Der Beitrag untersucht, inwieweit der Pflegegeldbezug über die Zeit und zwischen Regionen variiert und stellt Überlegungen an, ob Unterschiede in Bedarfen und der lokalen Pflegeinfrastruktur die Variation des Pflegegeldbezugs erklären können. Nicht erklärbare Variation kann umgekehrt auf mögliche vorhandene Probleme des Pflegegeldsystems, wie etwa Non-take-up (Nicht-Inanspruchnahme der Geldleistung), hindeuten. Die Ergebnisse veranschaulichen, dass es beträchtliche regionale Variation gibt. Einzelne Bundesländer stechen bei der Zahl der Anspruchsberechtigten hervor. Diese Ungleichheiten sind nicht nur auf Unterschiede im Gesundheitszustand bzw. in der Altersstruktur zurückzuführen. Welche Faktoren – etwa fehlende Information, Scham, fehlende Unterstützung
vor und im Antragsprozess oder auch Fehler in der Einstufung – ausschlaggebend sind, bedarf weiterer Forschung. Diese schafft das Potenzial, um Beantragungsprozesse zu verbessern und damit auch die pflegerische Versorgung effektiver zu gestalten.
vor und im Antragsprozess oder auch Fehler in der Einstufung – ausschlaggebend sind, bedarf weiterer Forschung. Diese schafft das Potenzial, um Beantragungsprozesse zu verbessern und damit auch die pflegerische Versorgung effektiver zu gestalten.
| Titel in Übersetzung | How Does Long-term Care Allowance Receipt Vary in Austria? |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Seiten (von - bis) | 37-56 |
| Fachzeitschrift | SWS - Rundschau |
| Volume | 66 |
| Ausgabenummer | 1 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2026 |
Schlagwörter
- Langzeitpflege
- Pflegegeld
- Non-take-up
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