Abstract
Weg vom trägen Wissen, hin zum Können – so kann der grundlegende Gedanke der Kompetenzdiskussion formuliert werden. Die nahezu unüberschaubare Literatur zum Thema Kompetenz zeigt aber, dass bereits der Versuch, den Kompetenzbegriff zu definieren bzw. den Verlauf der Kompetenzentwicklung zu bestimmen, wesentliche Probleme birgt. Einigkeit herrscht lediglich darüber, dass Kompetenz immer an einen situativen Kontext gebunden ist. Die damit einhergehende Transferproblematik, wonach situational adäquates Wissen abgerufen und an vorliegende Gegebenheiten angepasst werden muss, wirft die Frage auf: „Wo nimmt kompetentes Handeln seinen Ursprung?“ Denn Kompetenzen können nicht in zielführende Handlungen umgesetzt werden, wenn schon die Interpretation der gestellten Anforderung misslingt. Im Rahmen einer Studie am Wiener Wirtschaftspädagogikinstitut wurden Schüler/innen und Expertinnen/Experten mit einer komplexen Fallstudie konfrontiert und die Bearbeitungsstrategien der Studienteilnehmer/innen videographiert. Die Auswertungsergebnisse zeigen klare Unterschiede bezüglich Struktur und Fokus der Arbeitsweise der beiden Probandinnen/Probanden-Gruppen. Daraus ergibt sich auch die Frage, wie die interpretative Kompetenz im Wirtschaftsunterricht an Handelsakademien gezielt entwickelt werden könnte.
| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
|---|---|
| Seiten (von - bis) | 42 - 46 |
| Fachzeitschrift | Wissenplus - Sonderausgabe Wissenschaft |
| Jahrgang | 34 |
| Ausgabenummer | 16/17 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2016 |
Österreichische Systematik der Wissenschaftszweige (ÖFOS)
- 503030 Wirtschaftspädagogik
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