Zur kalten Progression und den Verteilungswirkungen ihrer Abgeltung

Mathias Moser, Stefan Humer

Publikation: Buch, Herausgeberschaft, BerichtForschungsbericht/Gutachten

Abstract

Die kalte Progression ist eine Veränderung des Durchschnittssteuersatzes, die durch inflationsbedingte Einkommensänderungen in Steuertarifen mit nominell fixierten Steuerstufen auftreten kann. In dieser Studie werden die Verteilungseffekte einer Valorisierung der Tarifzonen des Einkommensteuertarifes mit einer durchschnittlichen Inflationsrate evaluiert. Dabei zeigt sich für den Zeitraum 2009-2015 unter Berücksichtigung der heterogenen Warenkorbinflation nach Einkommenshöhe, dass eine Anpassung der Tarifzonen mit der durchschnittlichen Inflationsrate zu einer moderaten Umverteilung der Steuerlasten geführt hätte. Für geringe Einkommen liegt die Entlastung unter der sie betreffenden kalten Progression, während für höhere Einkommen die kalte Progression überkompensiert wird. Zusätzlich ist der budgetäre Steuerausfall in den drei betrachteten Szenarien um 2-7% höher, als es eine reine Anpassung des Steuersatzes an die Kaufkraft erfordern würde.
OriginalspracheDeutsch (Österreich)
ErscheinungsortWien
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2016

Österreichische Systematik der Wissenschaftszweige (ÖFOS)

  • 502010 Finanzwissenschaft
  • 502025 Ökonometrie
  • 502046 Volkswirtschaftspolitik
  • 507016 Regionalökonomie

Schlagwörter

  • INEQ Taxes & Welfare State

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