Effects of the Viennese social assistance benefits on recipients

Project Details

Financing body

City of Vienna

Description

The aim of this project is to assess the effects of benefits delivered as part of the minimum income benefit scheme in Vienna. Minimum income benefit (MIB) is a regional means-tested benefit that is provided as a final safety net to the income poor. By interviewing experts from the social nonprofit sector (who serve as a lobbying institution for the poor and thus the actual and potential recepients of the Viennese MIB), staff from the City of Vienna (that is concerned with delivering the benefit), and, most notably, (potential) recipients of MIB, we want to understand potential difficulties regarding the access to and the delivery of the benefit. We also want to understand the (often latent) root causes to explain the individual need for this benefit - and the effects this benefit has on its recipients.

Key findings

Den Schwerpunkt der Studie bilden die Analysen der Lebensgeschichten der 18 Bezieher*innen, darunter 3 Asylberechtigte und 2 Menschen mit schwerer Behinderung: beides Gruppen, für die die WMS eine garantierte Leistung ist. Die restlichen 13 Personen haben einen häufig langen Weg hinter sich, der sie in das letzte soziale Netz der Stadt Wien geführt hat, aber auch während des WMS-Bezugs nachwirkt und so dazu beiträgt, dass viele Befragte über lange Zeit hinweg von der WMS abhängig bleiben. Wir konnten fünf unterschiedliche Wege in die WMS identifizieren:

Weg 1 - Systemsprenger*innen (junge Menschen, deren komplexe Probleme das Hilfesystem überfordern)

Weg 2 – Opfer von Beziehungsgewalt (Frauen, die sich aus Gewaltbeziehungen befreien konnten)

Weg 3 - Fluchtkinder (junge Erwachsene, die als Kinder mit ihren Eltern nach Österreich geflüchtet sind)

Weg 4 – Downsized (ältere Menschen, die die Prekarisierung „ihres“ Arbeitsfelds nicht verkraftet haben)

Weg 5 – Hasardeur*innen (die aus Risikofreude eine Reihe „falscher“ Entscheidungen getroffen haben)

Psychische Probleme stellen sich bei vielen Bezieher*innen früh ein und begleiten sie ein Leben lang.

Psychische Gesundheit ist eine Voraussetzung für eine nachhaltige Armutsbekämpfung. Die Interviews legen allerdings nahe, dass psychosoziale Problemlagen weder in den Sozialzentren noch beim AMS ausreichend berücksichtigt werden. Dort scheint es mehr um eine schnelle Qualifikation und (und damit oft kurzfristige) Arbeitsmarktintegration zu gehen als um das Herstellen einer langfristig wirksamen Beschäftigungs- oder Qualifizierungsfähigkeit. Hier gibt es eindeutig Handlungsbedarf.
StatusFinished
Effective start/end date18/03/2131/01/22

Collaborative partners

Austrian Classification of Fields of Science and Technology (OEFOS)

  • 504003 Poverty and social exclusion

Keywords

  • social assistance; poverty relief; Austria