Auswirkungen von Privatisierung und Ausgliederung auf die organisationale Identität

Alexandra Zimmermann

Publication: ThesisDoctoral thesis

Abstract

Die Auswirkungen von Privatisierung und Ausgliederung auf die organisationale Identität wurden in den bisherigen Forschungen noch nicht untersucht. Diese Arbeit gibt Einblicke in die Konstruktion und Rekonstruktion organisationaler Identität. Zunächst wird dazu der State of the Art zur "Organizational Identity"-Forschung aufgearbeitet. Die Dissertation verfolgt dabei einen narrativ-konstruktivistischen Zugang. Zur Beantwortung der Forschungsfrage werden zwei empirische Fallbeispiele herangezogen. Dazu werden in einem privatisierten und einem ausgegliederten Unternehmen qualitative Interviews durchgeführt, die mithilfe der objektiven Hermeneutik ausgewertet werden. In einem nächsten Schritt wird die Auswertung um eine diskurstheoretische Reflexion erweitert. Dabei werden Themen und Akteure in den Geschichten einer genaueren Betrachtung unterzogen. In beiden Fallbeispielen lassen sich idente Themen finden, die anhand von gegensätzlichen Kategorien dargestellt werden. Die Interpretation der Themen ist etwas Organisationstypisches und verändert sich im Rahmen der Privatisierung und Ausgliederung laufend. Die Akteursstruktur - und damit die Rollenverteilung in den Geschichten - verändert sich im Laufe der Privatisierung und Ausgliederung ebenfalls. Erwartungsunsicherheit bildet im Prozess ein Kernthema. Aus den empirischen Ergebnissen heraus wird ein Modell der Konstruktion und Rekonstruktion organisationaler Identität entwickelt. Unternehmensgeschichte, Macht, Emotionen und Rollenidentitäten spielen dabei eine zentrale Rolle. Organisationale Identität stellt hier eine Balance zwischen Stabilität und Veränderung dar und bildet eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft einer Organisation.
Original languageGerman (Austria)
Awarding Institution
  • WU Vienna
Publication statusPublished - 1 Sep 2017

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