Die Haftungsbestimmungen für Generaldirektoren und sonstige Organmitglieder von Tochtergesellschaften in der russischen Föderation

Ingeborg Bauer-Mitterlehner, Maria Sinjavskaja

Publication: Chapter in book/Conference proceedingChapter in edited volume

Abstract

Noch in den 2000-er Jahren wurde überwiegend die Meinung vertreten, dass die Organhaftung in der Russischen Föderation nicht effektiv durchsetzbar sei.Mittlerweile ist eine hinreichend umfangreiche Rechtssprechungspraxis im Bereich der Haftung von Generaldirektoren und sonstigen Mitgliedern des Exekutivorgans von Kapitalgesellschaften vorhanden und es lassen sich Tendenzen erkennen, die Haftungsbestimmungen anzuwenden.Die in den 2000-er Jahren von einigen Autoren geäußerte Befürchtung, die Organhaftung könnte sich aufgrund der nach traditioneller Doktrin stattfindenden Überlagerung des Zivil- und Gesellschaftsrechts durch das arbeitnehmerfreundliche Arbeitsrecht nicht effektiv durchsetzbar und somit als „Papiertiger“ erweisen, hat sich somit nicht bewahrheitet.
Die Beurteilung der Haftungsfrage hängt im konkreten Fall von der Beurteilung der Handlungen des Generaldirektors bzw. der sonstigen Mitglieder eines allenfalls eingerichteten kollektiven Exekutviorans der juristischen Person ab. Dabei gilt grundsätzlich die Annahme der Vernünftigkeit und Gewissenhaftigkeit der Hand- lungen des Generaldirektors bzw. der sonstigen Mitglieder des kollektiven Exekutivorgans, allerdings ist diese Annahme widerlegbar.
Original languageGerman (Austria)
Title of host publicationNeue Regelungen für Start-ups und Investoren in MOE
Editors Winner/Cierpial-Magnor
Place of PublicationWien
PublisherWU Universitätsverlag/Facultas
Pages9 - 28
ISBN (Print)978-3-7089-2128-0
Publication statusPublished - 2021

Austrian Classification of Fields of Science and Technology (ÖFOS)

  • 505044 Corporate law
  • 505
  • 505013 Private law
  • 505017 Comparative law
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  • 602

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