Die italienische Aktiengesellschaft im institutionellen Wettbewerb

Janine Wendt

Publication: Book/Editorship/ReportBook (monograph)

Abstract

Vor dem Hintergrund der EuGH-Rechtsprechung zur Niederlassungsfreiheit hat Italien in den vergangenen Jahren sein Gesellschaftsrecht grundlegend reformiert. Die Reform folgte unter anderem der Zielsetzung, die Attraktivität und Passgenauigkeit der Aktiengesellschaft società per azioni zu steigern und Italien damit einen vorderen Rang im vieldiskutierten Wettbewerb der Rechtsordnungen zu sichern.

Angesichts der Breite und der Reichweite der Neuerungen stellt die italienische Reform ein Gegenmodell zu der in Deutschland und Österreich praktizierten Politik der kleinen Schritte dar. Der italienische Gesetzgeber entschied sich für einen großen und mutigen Wurf, für den er zahlreiche Anleihen in fremden Rechtsordnungen nahm.

Das vorliegende Buch stellt die Reform des italienischen Gesellschaftsrechts umfassend vor. Es enthält eine ausführliche Bestandaufnahme der Organisations- und Finanzverfassung der società per azioni sowie des neu geschaffenen italienischen Konzernrechts. Das Buch geht zudem der Frage nach, ob sich die übernommenen Rechtstransplantate in das italienische Recht einfügen oder ob sie für eine komplikationslose Aufnahme unzureichend ausgelotet sind und mangels Rückbindung an die eigene Tradition Rechtsunsicherheit befürchten lassen.
Original languageGerman (Austria)
Place of PublicationWien
PublisherLinde Verlag
ISBN (Print)978-3-7073-1070-2
Publication statusPublished - 1 Jun 2008

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