Industriepolitik

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Abstract

Industriepolitik ist die staatliche Einflussnahme auf den industriellen Sektor. Ihr
Motiv liegt in der doppelten Erkenntnis, dass erstens diesem Sektor in der längerfristigen Entwicklung von Ländern eine besondere Rolle zukommt und zweitens man diesen Sektor wegen hoher Konzentration und Innovationskraft nicht allein den Marktkräften überlassen kann. Mit der Industrialisierung begann der Wachstumsprozess, industrielle „Revolutionen“ haben immer wieder gesellschaftliche Veränderungen eingeleitet. Ein hoher – zunächst steigender, später besonders in Industrieländern sinkender – Anteil der Industrie bestimmt Internationalisierung und Globalisierung und hat zuletzt auch den Aufholprozess asiatischer Länder begleitet. Eine starke Industrie ist die Voraussetzung für das Europäische Wohlfahrtsmodell und auch die angestrebte Führungsrolle Europas in Klimapolitik und Digitalisierung. Europa hat durch seine Industrie eine positive Außenhandelsbilanz, aber weniger Großkonzerne als die USA und wird von China als nun mehr größte Industrienation herausgefordert.
Original languageGerman (Austria)
Title of host publicationEuropa von A bis Z
Editors Werner Weidenfeld Wolfgang Wessels Funda Tekin
Place of PublicationWiesbaden
PublisherSpringer
Pages1 - 6
ISBN (Print)978-3-658-24456-9
DOIs
Publication statusPublished - 2020

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