Jaspersʼ „maßgebende Menschen“ – interkulturelle Vorbilder?

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Abstract

Mit dem Fernziel einer „Weltgeschichte der Philosophie“ (1982) hebt Karl Jaspers vier prägende Figuren der sogenannten Achsenzeit heraus – die maßgebenden Menschen: Es sind Sokrates, Buddha, Konfuzius und Jesus, die als ursprüngliche, übergeschichtliche und unabhängige Vorbilder beschrieben werden und mit ihrem Wirken essentielle kulturräumliche Relevanz und anhaltende anthropologische Vorbildhaftigkeit besitzen. Mit diesem Blickwechsel – der zugleich ein Bruch in der Rezeption von Vorbildern und Kulturheros darstellt – wendet sich Jaspers dezidiert der Philosophie der extra-europäischen Kulturen zu und ebnet den Weg der Interkulturellen Philosophie. Im Beitrag werden die vier maßgebenden Menschen als gesellschafts- und kulturstiftende Vorbilder kontextualisiert, in ihrer dezidiert pädagogischen Rolle als Lehrer dargestellt und im Rahmen einer existentiell-interkulturellen Bildungstheorie diskutiert.
Original languageGerman
Title of host publicationWem folgen?
Subtitle of host publicationÜber Sinn, Wandel und Aktualität von Vorbildern
EditorsAndré Schütte, Jürgen Nielsen-Sikora
Place of PublicationBerlin
PublisherMetzler
Pages209-227
ISBN (Electronic)9783662668382
ISBN (Print)9783662668375
DOIs
Publication statusPublished - 5 Jun 2023

Publication series

SeriesKindheit – Bildung – Erziehung. Philosophische Perspektiven

Austrian Classification of Fields of Science and Technology (ÖFOS)

  • 603104 History of philosophy
  • 603103 Ethics
  • 605004 Cultural studies
  • 603115 Philosophical anthropology
  • 503001 General education
  • 503017 History of education

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