Privatrechtliche Haftungsrisiken für Muttergesellschaften in ungarischen Konzernstrukturen

Publication: ThesisDoctoral thesis

Abstract

In dieser Arbeit wird untersucht, welche Haftung eine Kapitalgesellschaft im Rahmen der privatrechtlichen Normen treffen kann, wenn sie sich (mehrheitlich) an einer Kapitalgesellschaft nach ungarischem Recht beteiligt. Die wirtschaftswissenschaftlich sinnvolle Trennung der Haftung und des Vermögens einer Kapitalgesellschaft von ihrer (Mehrheits-)Gesellschafterin ist in Ungarn gesellschaftsrechtlich verankert. Ohne Ausnahmeregelungen, die einen Haftungsdurchgriff auf die (Mehrheits)Gesellschafterin ermöglichen, wäre es jedoch möglich, dass Gläubiger und Minderheitsgesellschafter auf Grundlage dieses Trennungsgrundsatzes von ihr geschädigt werden. Den Rechtsinstituten, die einen Durchgriff auf das Vermögen der (Mehrheits-)Gesellschafterin ermöglichen, ist gemein, dass die (Mehrheits-)Gesellschafterin bestimmte Handlungen setzen muss, die der Gesetzgeber als unerwünscht normiert hat. Diese Rechtsinstitute sind im Gesellschaftsrecht, im Insolvenzrecht und im Bürgerlichen Recht zu finden. Obwohl sie idR ihre Funktion erfüllen, sind in Ausnahmefällen Inkohärenzen oder überschießende Bestimmungen feststellbar. In solchen Fällen bewirkt das für die (Mehrheits)Gesellschafterin Rechtsunklarheit und ein sachlich nicht gerechtfertigtes, höheres Haftungsrisiko.
Original languageGerman (Austria)
Awarding Institution
  • Forschungsinstitut für mittel- und osteuropäisches Wirtschaftsrecht
Publication statusPublished - 2016

Austrian Classification of Fields of Science and Technology (ÖFOS)

  • 505031 Civil law
  • 505044 Corporate law
  • 505017 Comparative law
  • 505030 Commercial law
  • 505032 Civil procedure law
  • 505
  • 505034 Banking and capital market law

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