'Translating Diversity' Die Übersetzung inklusvier Organisationsregeln in gelebte Organisationspraxis.

Gloria-Sophia Warmuth

Publication: ThesisDoctoral thesis

Abstract

Trotz zahlreicher Bemühungen mittels gesetzlicher Regelungen Diskriminierung zu vermeiden und die personelle Heterogenität in Organisationen, speziell in Leitungsfunktionen und prestigeträchtigen vor allem technischen Branchen zu erhöhen, zeigen sich deren Personalstrukturen nach wie vor sehr homogen. Es sind noch immer Attribute wie männlich, heterosexuell, westlich, gesund, leistungsfähig und mittleren Alters, die über Aufstiegsmöglichkeiten, höhere Einkommen und mehr Führungsverantwortung entscheiden. Zudem legen Untersuchungen in diesem Bereich den Schluss nahe, dass offensichtliche Formen von Diskriminierung weniger sichtbaren Formen des systematischen Ausschlusses weichen (u.a. Acker, 2006). Diese Problemstellung nimmt sich die vorliegende Arbeit als Ausgangspunkt und geht der Frage nach, wie inklusive formale Regeln in gelebte Organisationspraxis übersetzt werden können. Dabei positioniert sich die Arbeit in der Diversitäts- und Organisationsforschung. Der theoretische Rahmen basiert auf dem Struktur-Handlungsdualismus von Giddens, sowie auf neoinstitutionalistischen Zugängen, die sich mit dem Zusammenwirken der formalen Organisationebene und der Handlungsebene befassen (Meyer/Rowan 1977). Methodisch wird im Sinne einer umfassenden empirischen Untersuchung eine Fallstudie an einer technischen-ingenieurwissenschaftlichen österreichischen Hochschule her-angezogen und diversitätsrelevante formale Regelungen hinsichtlich ihrer Umsetzung auf der Praxisebene analysiert. Die Ergebnisse zeigen unterschiedliche Ausprägungen von organisationalen Übersetzungsleistungen. Es wird ein Modell entwickelt, das eine Organisationsanalyse über das System gelungener Übersetzungsleistungen, Teilüber-setzungen sowie Fehlübersetzungen erlaubt.
Original languageGerman (Austria)
Awarding Institution
  • WU Vienna
Publication statusPublished - 2014

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