Abstract
Ziel des Beitrags: Das Kapitel behandelt die Gründung von Unternehmen durch Migrant:innen. Es bietet eine Übersicht über die weltweite Verbreitung von Migrant Entrepreneurship, die vielfältigen Gründe für dieses Phänomen und seine wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen.
Methode: Neben einer ausführlichen Auswertung der Fachliteratur (220+ Quellen) baut der Beitrag auf explorative Analysen der Daten des Global Entrepreneurship Monitor 2013 auf (n = 94.803), die für die Erstellung dieses Buchbeitrags mit weiteren Datenquellen angereichert und ausgewertet wurden. Die Befunde dieser weltweit größten Datenbasis zu Migrant Entrepreneurship werden durch fünf Fallstudien von Migrant Entrepreneurs in Österreich ergänzt.
Ergebnisse: Migrant:innen gründen im weltweiten Durchschnitt häufiger Unternehmen als Einheimische. Das gilt für chancenorientierte Gründungen, die auf das Schaffen vieler Arbeitsplätze abzielen, Startups mit hoher Unternehmensbewertung („Unicorns“), aber auch für Gründungen aus Notwendigkeit („Necessity Entrepreneurship“). Auch in Österreich sind Migrant:innen als Entrepreneure vielfach überrepräsentiert. Die Gründe dafür sind vielfältig. Migrant:innen profitieren unter anderem von besserer unternehmerischer Chancenerkennung und internationalen Netzwerken, in manchen Fällen erfolgt die Unternehmensgründung aber auch als Reaktion auf Diskriminierung am Arbeitsmarkt.
Migrant Entrepreneurship hat vielfältige Wirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft, wobei die empirischen Belege für positive Effekte deutlich überwiegen. Dazu zählen die Steigerung von Wertschöpfung in Aufenthalts- und Herkunftsländern, die Schaffung von Arbeitsplätzen und Innovation sowie positive Beiträge zur gesellschaftlichen Teilhabe von Migrant:innen.
Implikationen für Politik und Praxis: Der Beitrag zeigt das große Potential von Migrant Entrepreneurship auf. Das Entrepreneurship Ökosystem und die Politik sind gefordert, dieses Potential auch in Österreich besser zur Entfaltung zu bringen. Der Beitrag empfiehlt dazu zehn konkrete Maßnahmen. Neben der direkten Unterstützung von Gründungen durch Migrant:innen zählt dazu auch die Stärkung des Entrepreneurship Standortes, gründungsfreundliche Zuwanderungspolitik.
Methode: Neben einer ausführlichen Auswertung der Fachliteratur (220+ Quellen) baut der Beitrag auf explorative Analysen der Daten des Global Entrepreneurship Monitor 2013 auf (n = 94.803), die für die Erstellung dieses Buchbeitrags mit weiteren Datenquellen angereichert und ausgewertet wurden. Die Befunde dieser weltweit größten Datenbasis zu Migrant Entrepreneurship werden durch fünf Fallstudien von Migrant Entrepreneurs in Österreich ergänzt.
Ergebnisse: Migrant:innen gründen im weltweiten Durchschnitt häufiger Unternehmen als Einheimische. Das gilt für chancenorientierte Gründungen, die auf das Schaffen vieler Arbeitsplätze abzielen, Startups mit hoher Unternehmensbewertung („Unicorns“), aber auch für Gründungen aus Notwendigkeit („Necessity Entrepreneurship“). Auch in Österreich sind Migrant:innen als Entrepreneure vielfach überrepräsentiert. Die Gründe dafür sind vielfältig. Migrant:innen profitieren unter anderem von besserer unternehmerischer Chancenerkennung und internationalen Netzwerken, in manchen Fällen erfolgt die Unternehmensgründung aber auch als Reaktion auf Diskriminierung am Arbeitsmarkt.
Migrant Entrepreneurship hat vielfältige Wirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft, wobei die empirischen Belege für positive Effekte deutlich überwiegen. Dazu zählen die Steigerung von Wertschöpfung in Aufenthalts- und Herkunftsländern, die Schaffung von Arbeitsplätzen und Innovation sowie positive Beiträge zur gesellschaftlichen Teilhabe von Migrant:innen.
Implikationen für Politik und Praxis: Der Beitrag zeigt das große Potential von Migrant Entrepreneurship auf. Das Entrepreneurship Ökosystem und die Politik sind gefordert, dieses Potential auch in Österreich besser zur Entfaltung zu bringen. Der Beitrag empfiehlt dazu zehn konkrete Maßnahmen. Neben der direkten Unterstützung von Gründungen durch Migrant:innen zählt dazu auch die Stärkung des Entrepreneurship Standortes, gründungsfreundliche Zuwanderungspolitik.
| Original language | German |
|---|---|
| Title of host publication | Migration als Chance für Wachstum und Wohlstand |
| Subtitle of host publication | Perspektiven, Best Practices und Reformvorschläge für Österreich |
| Editors | Michael Tojner, Daniel Schneider, Nikolaus Franke, Peter Vandor, Fabian Hobodites, Jesus Crespo Cuaresma, Jakob Zellermann |
| Place of Publication | Wien |
| Publisher | Linde Verlag |
| Pages | 64-124 |
| Number of pages | 61 |
| Edition | 1 |
| ISBN (Print) | 9783709307083 |
| Publication status | Published - 10 May 2023 |
Press/Media
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Michael Tojner im Interview: Warum Österreich jetzt Zuwanderung braucht
Franke, N., Crespo Cuaresma, J. & Vandor, P.
8/05/23
1 Media contribution
Press/Media