Zur Vermittlungsrolle von Massenmedien und Ökonomie am Thema „Ungleichheit“. Die Piketty-Rezeption

Publication: Scientific journalJournal articlepeer-review

Abstract

Vorliegender Artikel setzt sich mit der Frage auseinander, wie das Themenfeld „ökonomische Ungleichheit“ an die Öffentlichkeit vermittelt und somit ein Bild der Ungleichheit bei Nicht-ExpertInnen geprägt wird. Die Debatte um Thomas Pikettys Bestseller „Capital in the 21st Century“ dient als Fallbeispiel, solch medialer Rezeption und Repräsentation nachzugehen und aufzuzeigen, welches Ökonomieverständnis dem zugrunde liegt. Die breite und kontroversielle Rezeption des Buches wurde – in einem transnationalen und multidisziplinären
Forschungsprojekt – in ausgewählten Printmedien in vier Ländern (Österreich,
Deutschland, Irland und Großbritannien) untersucht. Methodisch anleitend war dabei die Kritische Diskursanalyse, welche sowohl die manifesten als auch die latenten Bedeutungen und Strukturen in Texten zu analysieren ermöglicht.
Die mediale Haltung zu Ungleichheit wurde sowohl in den Kategorien der zugrundeliegenden Ordnungsprinzipien analysiert als auch der dargestellten ökonomischen Konsequenzen von Ungleichheit, ebenso der politischen Konsequenzen und der Diskussion möglicher Politikmaßnahmen. Die Ergebnisse zeigen Tendenzen, ja „Framings“ der Berichterstattung ebenso auf wie "signifikantes Schweigen“ zu gewissen Themen (z. B. unterschiedlicher Interessen bei Verteilungsfragen).
Original languageGerman (Austria)
Pages (from-to)191 - 218
JournalWirtschaft und Gesellschaft
Volume44
Issue number2
Publication statusPublished - 2018

Austrian Classification of Fields of Science and Technology (ÖFOS)

  • 502047 Economic theory
  • 502046 Economic policy
  • 508009 Media research
  • 605005 Audience research

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